Montag, 9. August 2010

Du bist also der Kloot

Noch vor gar nicht allzu langer Zeit - im März - waren Julia und ich zu spät zum Konzert der britischen Gruppe I Am Kloot gekommen, weil wir uns dachten, ein Konzert in Berlin fängt doch nie pünktlich an. Ich hatte über dieses falsche Denken berichtet!

Nun, knapp vier Monate später erreicht mich die Botschaft des Berliner Radiosenders radio eins, wonach die Kloots (?) noch einmal für ein exklusives Radiokonzert in das Studio des Admiralpalasts an der Friedrichstraße kommen, um das neue Album Sky At Night vorzustellen.
Karten gab es dafür nicht zu kaufen, stattdessen musste man darauf hoffen, einer der Auserwählten zu sein, die nach Versand einer Mail an den Sender ausgewählt wurden.

Nun, was soll ich sagen: Julia und ich waren dabei und zwar gleich alle beide und durften jeweils sogar noch jemanden mitnehmen! Und das, ohne dem Glück nachgeholfen zu haben ;-)

Was uns erwartete war ein zauberhaft ruhiger Abend mit der wundervollen Agnes Obdel als "Vorband". Den Namen kennt man nicht wirklich, ihren Song Just So aber dafür umso mehr - aus der T-Mobile Werbung in Deutschland.



Um 20 Uhr ging es einmal mehr pünktlich mit der Show von I Am Kloot los. Diesmal allerdings nicht aus Spaß an der Freude sondern weil das Konzert für eine Stunde live im Radio übertragen wurde.

Zu hören gab es viele neue Songs und heitere Kommentare von Frontmann John Bramwell.
Mein Fazit: Ich bin froh, nun auch die erste Hälfte der Konzerts mitbekommen zu haben und bin mir sicher, dass das nicht mein letztes Konzert von IAK war. Danke radio eins!

Donnerstag, 15. Juli 2010

Endlich!

Vergangene Woche hat mich nun endlich auch das iPhone Fieber gepackt. Keine Frage, das Apple-Telefon macht nur mit einer Handy Flatrate Sinn aber da ich mir seit einige Wochen die 10 Euro pro Monat mehr leiste, habe ich mir nun gedacht, dass auch die Hardware die richtige sein muss. Nicht zuletzt auch aus beruflichen Gründen werde ich daher mein Sony Ericsson Aino wieder beiseite legen und mich stattdessen, wie schon auf meinem iPod Touch, in die Welt der Apps flüchten.


Ich habe mich schließlich auf Ebay Kleinanzeigen für die 32GB Variante des 3GS Modells in weiß entschieden, die ich für schlappe 400 Euro (das Gerät ist neu) bekommen habe.
Wenn man bedenkt, dass das gleiche Produkt derzeit durch den Hype um das iPhone 4 und das iPad bei vielen Anbietern um einen deutlich höheren Preis von über 700 Euro angeboten wird, habe ich wohl wirklich einen Glückstreffer gelandet. Jetzt müsst ihr mich aber erstmal entschuldigen, denn die Auswahl der Apps wird nicht gerade leicht.

Freitag, 11. Juni 2010

Britpopper auf den Spuren der Blues Brothers

Am 10. Juni spielte Richard "The Verve" Ashcroft im Berliner Postbahnhof am Ostbahnhof eines seiner beiden einzigen Deutschlandkonzerte.
Es war bereits das zweite Mal, dass ich den ehemaligen Frontman der legendären Band The Verve live erleben durfte. Zum ersten Mal sah ich ihn beim Nuke Festival in Österreich als quasi Vorband von Coldplay.

Damals war er sehr erfolgreich solo unterwegs. In Berlin spielte Ashcroft mit seiner neuen Band und zeigte damit auch seine Ambitionen, sein Image als Britpopper abzulegen und sich eher in Richtung Blues und Soul zu entwickeln, was ihm allerdings nicht wirklich gut gelingt. Ashcroft steht das Image als Nachfolger der Blues Brothers einfach nicht. Von ihm erwartet man rauhen und ehrlichen, wenn auch manchmal drogengeschwängerten, Pop. Das merkte der Brite wohl auch und änderte seine Strategie zur Mitte des Konzerts. Ein Griff zu Akustik-Guitarre und schon waren die Fans erreicht. Hits wie Sonnet, Music is Power und Break the Night with Color, nicht zu vergessen Bittersweet Simphony brachten die Fans schließlich am Ende doch noch zum Mitsingen.

Fazit: Als Gospel-, Soul- oder Blues-Sänger funktioniert Ashcroft nicht so sehr, mit Zigarrette im Mund und Sonnenbrille über den alkoholgeschwängerten Augen aber umso mehr! Schwimm zurück nach UK Richard und mach das, wofür du so oft gelobt wurdest!

Hier ein paar Mitschnitte vom Konzert, die ich bei YouTube gefunden habe:

Music is Power




Break the Night with Color



Bittersweet Simphony



Sonnet



Lucky Man

Montag, 7. Juni 2010

Thievery Corporation - Der perfekte Start in den Konzertsommer

Wie kann es sein, dass eine Band 15 Jahre lang als Geheimtipp gilt?
Um ehrlich zu sein: Ich weiß es auch nicht!

Umso besser, dass ich diesen Geheimtipp kannte. Auf diese Art und Weise wurde es möglich, am vergangenen Sonntag ein absolut chilliges Sommerkonzert der multikulturellen Combo Thievery Corporation im Berliner Huxley's zu erleben.

Etwa 15 hochbegabte Musiker drängten sich auf der Bühne, als die Band den Sonntagabend in einen Partyabend voller Downbeat, Ragga und Dub mit indischen Einschlag verwandelte.

Die meisten kennen die Diebe aus den USA vom Garden State Soundtrack, auf dem sie mit ihrem Song Lebanese Blonde definitiv den Höhepunkt markierten.



Besonders beeindruckend bei Thievery Corporation ist die Vielfalt und Masse der Bandmitglieder. Neben den vier Gastsängerinnen aus den unterschiedlichsten Teilen der Welt (vom Iran bis Südafrika) machen vor allem die Männer im Hintergrund den Sound von Thievery Corporation aus, der zum Mitsingen und Tanzen verleitet.





Schlecht für jeden, der da nicht dabei war: Immerhin war der Gig in Berlin das einzige Konzert in Deutschland! Ich fordere daher auf diesem Weg: Mehr Diebe braucht das Land!

Wenn Jazz zu Pop wird

Jamie Cullum heißt er, aus England kommt er, 30 Lenze ist er jung und Klavierspielen kann wie fast kein anderer in seinem Alter.
Seine Konzerte sind ausverkauft, auch jenes am 31. Mai im Berliner Tempodrom. Ich durfte trotzdem noch rein und habe mich so sehr darüber gefreut, dass ich mir gleich noch einmal Tickets gekauft habe, für sein Open Air Konzert in Hamburg im August.

So viel zu den Fakten!

Kaum ein anderer Künstler schafft so gut die Grätsche zwischen Jazz und Pop wie der junge Brite und so ist es auch nicht verwunderlich, dass Cullum an einem Tag das Jazzfest Wien eröffnet und am anderen Tag seine vornehmlich weiblichen Fans in die Bewusstlosigkeit musiziert.

Über derartige Vorfälle ist mir zwar nichts bekannt, spätestens seit Cullum aber mit seinem Rihanna Coverhit Please don't stop the Music zum Popstar geworden ist, ist es aber durchaus vorstellbar, dass dies bereits das eine oder andere Mal vorgekommen ist.







Auch in Berlin zeigte der junge Klaviergott seine Wandlungskunst. Zu Beginn noch brav im Anzug, sorgten seine akkrobatischen Einlagen (das Klavier wird schon mal darauf liegend gespielt und als erhöhte Bühne verwendet) schon bald dafür, dass Sakko und Kravatte zur Seite geschmissen wurden und am Ende ein verschwitzter Star im T-Shirt auf der Bühne stand.



Musikalisch lässt sich Cullum nur schwer einordnen. Von Klassisch über Jazz und Blues bis hin zum modernen Poprock war alles dabei und auch die Bühnenshow war mehr als überzeugend. Nicht zu vergessen natürlich die anderen Spitzenmusiker, allen voran der Mann am Kontrabass, die für einen tollen Abend sorgten. Gerne wieder, und zwar schon am 18. August im Hamburger Stadtpark!

Montag, 31. Mai 2010

Lena ist gut - Die Beginner sind aber besser

Ganz Deutschland spricht über Satelliten und junge Hannoveranerinnen. Auf der Suche nach dem Gewinnersong des diesjährigen Songcontests bin ich dann auf einen Remix gestoßen, der mir doch ein bisschen besser gefällt, als das Original - sehr originell!

Mittwoch, 19. Mai 2010

Madonna multipliziert mit Rocky Horro ergibt Lady Gaga

Stefani Germanotta, besser bekannt als Lady Gaga, ist der Skandalstar der Stunde.
Zuerst ließ die 24-jährige US-Amerikanerin die Öffentlichkeit in Unsicherheit über ihr Geschlecht, nun reist die Entertainerin und junge Madonna um die Welt und schockiert ihre Kritiker mit ihrer Monster Ball Tour in der sie blutverschmiert, halbnackt bzw. in Unterwäsche der Marke "Bordell" auftritt.

Ich hätte mir ja niemals selbst eines der mit knapp 80 Euro völlig überteuerten Tickets für ihre Show in der O2 World in Berlin am 11. Mai gekauft, und so war es ein Firmenausflug, der mir die Chance gab, in den Genuss der laut Aussagen des Veranstalters "größten Show des Jahres in Berlin" zu kommen.

Obwohl mir mit "Bad Romance", "Paparazzi" und "Just Dance" vor dem Konzert lediglich drei Songs von Lady Gaga bekannt waren, gingen die ersten Beats des Eröffnungssongs in Mark und Bein über. Wie erwartet schoss ein wahres Feuerwerk an visuellen Eindrücken auf mich herab und die von vorne bis hinten durchgeplante Choreografie wurde perfekt in Szene gesetzt.

Es machte Spaß, der Skandalnudel beim Tanzen, Singen und Schockieren zuzusehen und am Ende blieb nur die Frage: Sind wir nicht alle ein bisschen Monster?

Zu guter Letzt möchte ich (auch für mich) einige Videos bzw. Songs in Form von YouTube Videos hier einbauen, damit sich jeder ein eigenes Bild bzw. Gehör verschaffen kann, und vielleicht dann versteht, warum auch ich ab sofort ab und an Lady Gaga Songs höre ;-)