Mittwoch, 19. Mai 2010

Ich bin der Kloot

In der Berlin läuft es mit Konzerten nicht selten wie folgt ab: Auf dem Nachhauseweg sieht man durch Zufall ein völlig unscheinbares, bereits völlig zerschlissenes Plakat auf einem Stromkasten. Darauf zu lesen ist der Name einer Band, ein Datum und die Location.
Zu Hause angekommen besucht man eine der zahlreichen Online-Ticketshops und schlägt zu, vorausgesetzt das Konzert ist noch nicht ausverkauft oder hat noch nicht stattgefunden (was leider auch viel zu häufig passiert).

Mit I Am Kloot hatte ich Glück, und es waren noch Karten verfügbar für den Gig der britischen Band am 26. März im Kreuzberger Szeneclub Lido.



Mit ihrem sehr melancholischen Sound dachte ich zuerst, es wäre kein Zufall, dass noch Tickets zur Verfügung standen. Als wir dann jedoch in der Annahme, ein richtiges Konzert würde sowieso nie zu der Uhrzeit beginnen, wie sie auf der Karte steht, mit etwas größerer Verspätung im Lido ankamen, staunten wir nicht schlecht.
Zum einen war die Bude gerappelt voll. Zum anderen hatte die Band bereits ihren fünften Song gespielt und wir hatten damit bereits einen großen Teil des Gigs verpasst.

Obwohl das Lido wirklich bis auf den letzten Platz ausverkauft war, kam kein Stress auf. Es war vielmehr eine sehr freundliche Stimmung bemerkbar, was nicht zuletzt auf die Musik von I Am Kloot zurückzuführen ist.
Alles in Allem ein leider (selbstverschuldeter) viel zu kurzer Konzertabend mit einer sehr zu empfehlenden Band. Beim nächsten Mal sind wir wieder dabei und dann auch von Beginn an!