Montag, 7. Juni 2010

Wenn Jazz zu Pop wird

Jamie Cullum heißt er, aus England kommt er, 30 Lenze ist er jung und Klavierspielen kann wie fast kein anderer in seinem Alter.
Seine Konzerte sind ausverkauft, auch jenes am 31. Mai im Berliner Tempodrom. Ich durfte trotzdem noch rein und habe mich so sehr darüber gefreut, dass ich mir gleich noch einmal Tickets gekauft habe, für sein Open Air Konzert in Hamburg im August.

So viel zu den Fakten!

Kaum ein anderer Künstler schafft so gut die Grätsche zwischen Jazz und Pop wie der junge Brite und so ist es auch nicht verwunderlich, dass Cullum an einem Tag das Jazzfest Wien eröffnet und am anderen Tag seine vornehmlich weiblichen Fans in die Bewusstlosigkeit musiziert.

Über derartige Vorfälle ist mir zwar nichts bekannt, spätestens seit Cullum aber mit seinem Rihanna Coverhit Please don't stop the Music zum Popstar geworden ist, ist es aber durchaus vorstellbar, dass dies bereits das eine oder andere Mal vorgekommen ist.







Auch in Berlin zeigte der junge Klaviergott seine Wandlungskunst. Zu Beginn noch brav im Anzug, sorgten seine akkrobatischen Einlagen (das Klavier wird schon mal darauf liegend gespielt und als erhöhte Bühne verwendet) schon bald dafür, dass Sakko und Kravatte zur Seite geschmissen wurden und am Ende ein verschwitzter Star im T-Shirt auf der Bühne stand.



Musikalisch lässt sich Cullum nur schwer einordnen. Von Klassisch über Jazz und Blues bis hin zum modernen Poprock war alles dabei und auch die Bühnenshow war mehr als überzeugend. Nicht zu vergessen natürlich die anderen Spitzenmusiker, allen voran der Mann am Kontrabass, die für einen tollen Abend sorgten. Gerne wieder, und zwar schon am 18. August im Hamburger Stadtpark!